Aufgabenpaket: Podcast-Launch

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Podcasts sind gefragter denn je. Doch nicht erst seit der Isolierung auf Grund des Corana-Virus wächst die Zahl der Zuhörer; auch viele Unternehmen haben den Podcast als Medium für sich entdeckt. 

Ob in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit, beim Entspannen nach dem Feierabend auf dem Sofa, zur Weiterbildung am Wochenende oder nebenbei beim Kochen – Podcasts werden immer beliebter. Laut einer Studie von Bitkom gab jeder vierte Bundesbürger an (26%), Podcasts zu hören. Denn die digitalen Radioshows lassen sich im Prinzip von überall empfangen. Jeder, der ein Smartphone, Tablet, PC, oder ähnliches besitzt, kommt ganz einfach und bequem in den Hörgenuss. 

Das Besondere: Nahezu jedes Thema lässt sich in Form eines Podcasts aufgreifen. Dies haben mittlerweile auch viele Unternehmen entdeckt und setzen neben Podcast-Werbung auch auf einen eigenen Podcast. Doch damit dieses Marketing-Instrument auch die gewünschten Ergebnisse erzielt, muss bei der Produktion einiges beachtet werden. 

Wir haben uns deshalb mit Jan Ollig von New Work Life unterhalten.
Jan hat sich eingehend mit dem Phänomen Podcast beschäftigt und 2019 eine eigene Podcast-Reihe ins Leben gerufen. Sein Wissen und seine Tipps hat er in einem hilfreichen awork Aufgabenpaket festgehalten. In dieser User-Story stellt er das Aufgabenpaket einmal selbst vor und berichtet von seinen Erfahrungen. 

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Hallo Jan, stell dich kurz vor. Wer bist und was machst du?

Moin, ich bin Jan und gemeinsam mit meiner Frau und Geschäftspartnerin Bea habe ich New Work Life gegründet. New Work Life ist einerseits eine Plattform für Remote-Jobs bei deutschen Unternehmen und andererseits ein zentraler Hub, wenn es um Remote-Work an sich geht. Wir stellen hier viele Informationen zur Verfügung und beraten Unternehmen beim Aufbau von Home-Office- und Remote-Strukturen. Das machen wir sowohl in Form von Webinaren und 1:1 Beratungen als auch mit Hilfe unseres Podcasts GO REMOTE!.

Die Basis unseres Schaffens ist übrigens unsere Weltreise Ende 2017. Wir haben damals all unsere Zelte abgebrochen und haben uns während dieser Zeit noch intensiver mit dem Thema Remote-Work beschäftigt als ohnehin schon zuvor. Unsere Recherchen und Erkenntnisse aus dieser Zeit sind in unsere Buchreihe GO REMOTE! geflossen, die wir ein Jahr später, Ende 2018, zusammen mit einem Verlag veröffentlicht haben.

Wow, das war sicherlich ein großer Schritt damals, alle Zelte abzubrechen und woanders neu anzufangen. Wie habt ihr euch vorbereitet?

Ja, sicherlich war das ein großer Schritt. Wobei ich dazu sagen darf, dass wir im Vorfeld bereits reise- und umzugserprobt waren. Ich selbst bin in den letzten 10 Jahren bestimmt sieben Mal umgezogen. Da ist man dann irgendwann doch ein bisschen erfahrener.

Allerdings sind Bea und ich diesmal ganz anders und vor allem drastischer vorgegangen. Wir haben unser Hab und Gut auf die Probe gestellt und nur das behalten, was in unseren Lagerraum passt. Danach sind wir erstmal mit einem One-Way-Ticket gen Thailand aufgebrochen. Von dort aus ging’s irgendwann weiter, ohne vorher zu wissen wohin.

Bea und Jan auf Mallorca
Bea und Jan leben und arbeiten auf Mallorca

Könntest du dir vorstellen eines Tages wieder in einem 9-to-5-Job zu arbeiten?

Ehrlicherweise würde ich einen 9-to-5-Job nicht verteufeln. Für viele Menschen bieten klar vorgegebene Arbeitszeiten eine sehr gute Struktur, an der sie sich ausrichten können. Und nur, weil man remote arbeitet, heißt das nicht, dass man frei vom klassischen Arbeitstag ist. Wenn du bspw. bei einem Remote-Unternehmen als Angestellte(r) arbeitest, wirst du auch dort in der Regel die altbekannten Arbeitszeiten haben.

Als Selbstständiger sieht es da schon ein bisschen anders aus. Ich kann mir prinzipiell aussuchen, wann ich arbeiten möchte. Das ist ein großer Luxus, den ich sehr zu schätzen weiß. Käme es hart auf hart, hätte ich aber auch kein Problem damit, die klassischen Arbeitszeiten einzuhalten. Was ich jedoch sehr ungerne aufgeben würde, ist die Möglichkeit meinen Arbeitsplatz frei auswählen zu können.

Läuft man bei der ganzen Freiheit Gefahr, Dinge zu vergessen oder zu viel Zeit zu vertrödeln?

Sagen wir mal so, es ist definitiv vorteilhaft, wenn man von Haus aus ein strukturierter Typ ist. Ich habe bspw. jahrelang als Unternehmensberater gearbeitet. Diese Zeit hat mich gelehrt strukturiert und effizient zu arbeiten. Gleichzeitig ist es wichtig, die richtigen Tools an der Hand zu haben.

Am Anfang mag vielleicht noch ein Post-it am Bildschirm ausreichen, um sich an etwas zu erinnern. Wenn die Aufgaben jedoch mehr und vielfältiger werden, hilft einem definitiv ein Organisationstool wie awork weiter. In awork kann ich meine Aufgaben gut strukturieren und planen. Und ich kann sogar die Zeit tracken, die ich pro Aufgabe aufwende, wenn ich das möchte.

Woher kam die Idee für euren eigenen Podcast?

Ich wollte schon seit etwas mehr als zwei Jahren einen Podcast machen, da ich selbst gerne Podcasts höre. Zu meinen Lieblingsshows gehören die Tim Ferriss Show und Freakonomics Radio. Mir fehlte allerdings lange das richtige Thema. Das hat sich erst im Verlaufe des vergangenen Jahres herauskristallisiert. 

Mit unserem Podcast möchten Bea und ich das Wissen um Remote-Strukturen kurzweilig und informativ teilen. Nicht jeder liest gerne Blogs oder hat die Zeit dazu. Aber die meisten Menschen sitzen irgendwann im Auto, der Bahn oder machen Sport – die perfekte Gelegenheit, um einen Podcast zu hören.

Gab es Momente, in denen ihr das Projekt Podcast unterschätzt habt?

Gute Frage. Ein Podcast ist auf jeden Fall nichts, was man mal eben so nebenbei macht. Gerade das Format, das wir gewählt haben, ist sehr aufwendig und vor allem zeitintensiv. Ich muss zugeben, dass ich zunächst dachte, eine Folge lasse sich schneller produzieren.

Gleichzeitig finde ich auch Solofolgen anspruchsvoll, weil ich mir im Vorfeld genau überlegen muss, was ich sagen möchte. Wenn du darüber nachdenkst, einen eigenen Podcast herauszubringen, möchte ich dir wärmstens empfehlen, dir Unterstützung dafür zu holen.

Gerade in der Zeit, in der wir unseren Podcast gelauncht haben, waren die Tipps und die Expertise von André Christen Gold wert. Und heute unterstützt er uns weiterhin bei der technischen Umsetzung. Das möchte ich nicht missen.

Welche Podcast-Learnings kannst du weitergeben?

Ein Podcast ist viel Arbeit! (LACH)
Außerdem gibt es viele kleine Details, auf die es zu achten gilt. Wir hatten am Anfang z. B. das Problem, dass unser Produktionsraum zu sehr hallte. Das hat sich negativ auf die Aufnahmequalität ausgewirkt. Um das zu beheben, haben wir Kartons ums Mikro herumgestellt. Eine gute Improvisationslösung.

Jan bei der Podcast-Produktion
Jan, in seinem kurzerhand improvisierten Podcast-Studio

Warum hast du dich dafür entschieden ein Aufgabenpaket in awork zum Thema Podcast-Launch anzulegen?

Das habe ich gemacht, weil ich denke, dass Podcast ein spannendes Medium ist. Einerseits ist ein Podcast bestens geeignet, um sein Wissen weiterzugeben und andererseits als Marketingkanal. Da der Launch und die Produktion eines Podcasts nicht trivial sind, wollte ich mein Wissen und meine Vorgehensweise mit den Nutzern von awork teilen.

Kleiner Einblick in das Aufgabenpaket zum Podcast-Launch
Kleiner Einblick in das Aufgabenpaket zum Podcast-Launch

Warum ist das Aufgabenpaket so hilfreich?

Ich habe im Aufgabenpaket alle Schritte dokumentiert, die auch ich beim Aufsetzen unseres Podcasts gegangen bin. Als ich angefangen habe, musste ich verschiedene Quellen konsultieren und Gespräche führen, um mich vorzubereiten. Das Aufgabenpaket ist die Essenz aus dem Wissen, das ich mir mühsam zusammensuchen musste. Es ist daher ein Shortcut für all diejenigen, die auch darüber nachdenken, einen Podcast zu produzieren.

Das Aufgabenpaket von Jan Ollig
Das awork Aufgabenpaket von Jan Ollig

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Was macht man, wenn die Chemie mit dem Interviewpartner nicht stimmt?

Spannende Frage. Ich würde sagen, gute Miene zum bösen Spiel. 😉

Spaß beiseite. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass du in der Regel gleich am Anfang merkst, wie gut du dich mit deinem Gesprächspartner verstehst. Glücklicherweise hatte ich noch nicht den Fall, dass ich gar keinen gemeinsamen Nenner mit einem Gast gefunden habe. Was sicherlich hilft, ist eine kurze Warm-up-Phase. Sprich im Vorfeld des Interviews ein wenig mit deinem Interviewgast und fühl dich in ihn hinein. Danach weißt du, wie dein Gegenüber drauf ist und im Zweifelsfall kannst du den Termin dann ja immer noch freundlich absagen.

Gerade am Anfang ist es sicherlich nicht einfach, an tolle Interviewpartner zu gelangen. Wie kann man da am besten vorgehen? Hast du Tipps?

Die Frage, die ich mir stelle, ist, was macht einen tollen Interviewpartner aus? Mir persönlich kommt es nicht auf bekannte Namen an, sondern vielmehr darauf, dass meine Interviewpartner interessante Insights teilen. Ich selbst gehe da recht trivial vor und schreibe einfach allen Personen, die ich interessant finde, eine E-Mail. Entweder sagen sie zu oder ab. Einige reagieren auch gar nicht, was auch ok ist. Das ist im Übrigen etwas, das wir schon beim Schreiben unserer Bücher gelernt haben: fragen kostet nichts und im schlechtesten Fall erhält man eine Absage.

Was auch gut funktioniert, ist die Befragung des eigenen Netzwerkes. Oft haben Personen im eigenen Umfeld interessante Kontakte, mit denen sie einen zusammenbringen können.

Tolles Podcast-Interview im Kasten, doch dann merkt man, dass man vergessen hat aufzunehmen oder die Qualität des Tons super schlecht ist. Was nun?

Das ist so ziemlich der Worst Case – und ist mir auch schon passiert. Also nicht, dass ich vergessen habe, aufzunehmen, doch dass die Tonqualität unterirdisch schlecht war. Allerdings habe ich das bereits zum Zeitpunkt der Aufnahme festgestellt, da die Internetverbindung meines Interviewpartners sehr instabil war und ich ihn teilweise nicht oder nur bruchstückhaft verstehen konnte. Ich habe ihn während unseres Interviews darauf angesprochen. Dennoch haben wir uns darauf verständigt, dass Interview zu Ende zu führen.

Als wir fertig waren, habe ich mit meinem Interviewpartner abgemacht, dass ich die Qualität der Aufnahme im Nachgang prüfen würde und ggf. nochmal auf ihn zukäme, um verschiedene Sequenzen neu aufzunehmen. Das war völlig in Ordnung für ihn. 

Am Ende war die Tonqualität tatsächlich leider so schlecht, dass wir das gesamte Interview nochmal neu aufzeichnen mussten. Da ich von Anfang an offen mit ihm darüber gesprochen hatte, war es für meinen Gesprächspartner vollkommen okay, dass wir eine zweite Aufnahme machen würden. Da wir schon mal miteinander gesprochen hatten und alle Fragen eigentlich schon mal beantwortet worden waren, ging der Zweitversuch zudem viel schneller über die Bühne als der erste. Und das bei exzellenter Tonqualität. 😉

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